Restmagnetismus

Werkstücke aus Eisen oder Stahl (je nach Sorte) lassen sich durch Anlegen eines äußeren Magnetfeldes magnetisieren. Selbst nach Wegnahme des äußeren Feldes verbleibt eine Magnetisierung im Werkstück. Diese wird Restmagnetismus oder Remanenz genannt. Die Magnetisierung ist deutlich schwächer als bei Permanentmagneten.

Ursachen für Restmagnetismus sind insbesondere die Verwendung von magnetischen Hebevorrichtungen und magnetischen Spannplatten. Auch der Kontakt mit anderen magnetisierten Bauteilen, mit magnetisierten Transportbehältern oder bei der Lagerung auf magnetisierten Halterungen führt zu einer Übertragung der Magnetisierung.

Die in den Teilen verbleibende Magnetisierung führt zum Anhaften von Abrieb, Metallstaub oder sogar größere Metallspäne, die nur schwer zu entfernen sind.

Deshalb werden magnetisierte Stahlteile entmagnetisiert und dürfen bestimmte Grenzwerte wie z.B. 1 mT  oder  0,2 mT (oftmals auch Angaben in A/cm) nicht überschreiten.

Vor und nach der Entmagnetisierung kann der Restmagnetismus des Bauteils mit einem geeigneten Magnetfeldmessgerät geprüft werden.

Zur Prüfung eines Bauteils muß oft die gesamte Oberfläche vermessen werden.

Die Sonde muß zur Messung direkt auf das Bauteil aufgelegt werden. Auch der Abstand der aktiven Sondenfläche sollte so gering wie möglich sein.

Bei Messungen von Restmagnetismus kleiner als 50 µT ist eine Messung in einer Abschirmkammer notwendig.

 

Geräteempfehlung

Aus unserem Programm an Magnetfeldmessgeräten eignet sich das Teslameter FM 302 mit der PDF Icon AS-Aktivsonde AS-LTM oder AS-LAP. Aufgrund des Messingprofils ist die transversale AS-LTM robuster als die axiale AS-LAP. Daher empfehlen wir die AS-LTM für den täglichen Einsatz. Mit dem Teslameter FM 302 in x100 beträgt der Messbereich bei den genannten Sonden ±2 mT. Damit lassen sich selbst kleine Felder gut auflösen.

 

Teslameter FM 302

Teslameter FM 302

AS-NTM, AS-NTM-2

AS-Aktivsonde AS-LTM

AS-Aktivsonden AS-NAP, AS-LAP

AS-Aktivsonde AS-LAP

Der Abstand der aktiven Fläche von der Oberfläche der Sonde beträgt bei der AS-LTM 0,7 mm und bei der AS-LAP 0,4 mm.

Als PDF Icon kundenspezifische Anfertigung können wir auch eine unsymmetrische Transversalsonde mit einseitig liegendem Sensor herstellen. Der Abstand der aktiven Fläche von der Oberfläche der Sonde beträgt dann nur noch 0,4 mm.

Zu den Sonden empfiehlt sich die als Option erhältliche Nullkammer. Insbesondere, wenn sehr kleine Felder gemessen werden sollen, kann damit vor der Messung der Nullpunkt der Sonde überprüft und kompensiert werden. Siehe dazu auch unsere PDF Icon Application Note PE012 Nullkammer – Nullpunkteinstellung.

Nullkammer

Nullkammer