Bestimmung der Polarität von Dauermagneten

Dauermagnete bzw. Permanentmagnete besitzen ein statisches Magnetfeld. Neben der Stärke der Magneten ist oft auch die Polarität messtechnisch zu überprüfen. Dabei soll festgestellt werden, ob es sich um einen Nordpol oder einen Südpol handelt.

Die Magnetisierung der Magnete kann dabei auf vielerlei unterschiedliche Arten erfolgen. Siehe dazu unsere PDF Icon Application Note PE009 Magnetisierungsarten von Permanentmagneten.

Die Richtung des gemessenen Feldes zur Messrichtung der Sonde wird durch das Vorzeichen des Messwertes angegeben. Die Bestimmung der Polarität erfolgt dann aus der Kombination vom Vorzeichen des Anzeigewertes und Orientierung der Messsonde.

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Feldrichtung für einen positiven Anzeigewert. Bei den Transversalsonden müssen die Feldlinien dazu durch das gravierte Kreuz bzw. die weiße Keramikfläche eintreten.

Polaritätsbestimmung eines Dauermagneten mittels Transversalsonde (Südpol)

Polaritätsbestimmung eines Dauermagneten mittels Transversalsonde (Südpol)

Bei der Axialsonde müssen die Feldlinien in der Richtung der Sonde verlaufen.

Polaritätsbestimmung eines Dauermagneten mittels Axialsonde (Südpol)

Polaritätsbestimmung eines Dauermagneten mittels Axialsonde (Südpol)

 

Liegt eine Transversalsonde mit dem Kreuz nach oben auf einem Magneten bzw. ist die Axialsonde senkrecht auf einen Magneten aufgesetzt und zeigt das Teslameter einen positiven Wert an, so befindet sich unter der Sonde ein Südpol. Wird ein negativer Wert angezeigt, so handelt es sich um den Nordpol.

Geräteempfehlung

Aus unserem Programm an Magnetfeldmessgeräten eignet sich das Teslameter FM 302 mit der AS-Aktivsonde AS-NTM oder AS-NAP. Aufgrund des Messingprofils ist die transversale AS-NTM robuster als die axiale AS-NAP. Daher empfehlen wir die AS-NTM für den täglichen Einsatz. Letztlich spielt bei der Wahl auch die Zugänglichkeit der zu messenden Teile eine Rolle.

Der Messbereich der Sonden beträgt ±2000 mT. Er ist damit selbst für starke Neodym-Magnete ausreichend. Bei schwachen Magneten kann das Teslameter FM 302 in den nächstkleineren Messbereich ±200 mT (x10) oder ±20 mT (x100) geschaltet werden.

Sollen grundsätzlich nur schwache Magnete gemessen werden, so können auch die empfindlicheren AS-Aktivsonden AS-LTM und AS-LAP verwendet werden. Diese haben einen maximalen Messbereich von ±200 mT

 

Teslameter FM 302

Teslameter FM 302

AS-Aktivsonden AS-NTM, AS-NTM-2, (AS-LTM)

AS-Aktivsonden AS-NTM, AS-NTM-2, (AS-LTM)

AS-Aktivsonden AS-NAP, (AS-LAP)

AS-Aktivsonden AS-NAP, (AS-LAP)