Personenschutzgrenzwerte

Festgelegte Grenzwerte für Magnetfelder

Zahlreiche Gesetze, Normen und Vorschriften legen Grenzwerte für magnetische Felder fest. Diese Festlegungen dienen dem Schutz von Personen allgemein, von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz und den Trägern passiver oder aktiver Implantate. Zu den passiven Implantaten zählen u.a. Endoprothesen (künstliche Hüft-, Knie- und Schultergelenke), Stabilisatoren für Blutgefäße („Stent“) oder Herzklappen. Zu den aktiven Implantaten zählen u.a. Herzschrittmacher oder Defibrillatoren.

Quellen von Personenschutzgrenzwerten für magnetische Felder sind z.B.

  • Sechsundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über elektromagnetische Felder – 26. BImSchV )
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) Regel 103-013  Elektromagnetische Felder (früher Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit BGR B11)
  • Empfehlung des Rates [der Europäischen Union] vom 12. Juli 1999 zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (0 Hz – 300 GHz) 1999/519/EG
  • Richtlinie 2013/35/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (elektromagnetische Felder)
  • Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (EMFV )
  • Grenzwerte für Herzschrittmacher und andere körperimplantierte Hilfsmittel (zum Teil in den oben genannten Quellen enthalten)
  • Baubiologische Erwägungen

Anforderungen an Messgeräte für die Grenzwerte von Magnetfeldern

Die Grenzwerte erstrecken sich über einen weiten Frequenzbereich. Insbesondere gibt es auch Festlegungen für statische Magnetfelder (Gleichfelder).

Viele Geräte zur Messung von Grenzwerten verwenden zur Messung des Magnetfeldes Spulen. Prinzipbedingt können solche Geräte keine statischen Magnetfelder sondern nur Wechselfelder messen. Bei statischen Magnetfeldern sind andere Messprinzipien notwendig. Für stärkere Felder werden üblicherweise Magnetfeldmessgeräte auf der Basis von Hall-Sensoren eingesetzt. Für schwache Felder eignen sich Geräte mit Fluxgate-Sensoren.

Bei den meisten Magnetfeldsonden handelt es sich um einachsige Sonden. Das bedeutet, dass sie Felder nur parallel zu ihrer jeweiligen Messrichtung detektieren können. Wird die Sonde schräg zum Feld positioniert, so ist der angezeigte Wert geringer als das tatsächliche Feld. Die Sonde muss daher immer auf maximale Anzeige ausgerichtet werden.

Einfacher ist die Messung des Magnetfeldes mit einer 3-achsigen Sonde. Bei diesem Sondentyp erfolgt die Messung unabhängig vom Winkel zwischen Magnetfeld und Sondenachse.

die drei Raumachsen

die drei Raumachsen

Geräteempfehlung

Aus unserem Programm an Magnetfeldmessgeräten eignet sich das Teslameter FM 302 mit den passenden PDF Icon AS-Aktivsonden. All unsere Sonden können sowohl statische Magnetfelder (Gleichfelder) als auch Wechselfelder messen.

Für Felder >200 µT bieten sich die einachsigen PDF Icon AS-Aktivsonden AS-LTM oder AS-LAP oder die dreiachsige PDF Icon AS-Aktivsonde AS-L3DM an. Aufgrund des Messingprofils ist die transversale AS-LTM robuster als die axiale AS-LAP. Daher empfehlen wir die AS-LTM für den täglichen Einsatz. Mit dem Teslameter FM 302 in x100 beträgt der Messbereich bei den genannten Sonden ±2 mT. Damit lassen sich selbst kleine Felder gut auflösen.

Bei sehr schwachen Feldern <200 µT bietet sich die einachsige PDF Icon AS-Aktivsonde AS-UAP GEO-X oder die dreiachsige PDF Icon AS-Aktivsonde AS-U3D GEO-X an. Die Sonden sind speziell für die Messung sehr kleiner Felder wie dem Erdmagnetfeld konzipiert. Der Messbereich der Sonden beträgt ±200 µT.

Teslameter FM 302

DSC01681 A 02 retuschiert

Aktivsonde AS-LAP

IMG_5573 23 Freistellung verbessert + gedreht     

Aktivsonden AS-LTM und AS-L3DM

DSC01658 05 gedreht

Aktivsonde AS-UAP GEO-X

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Aktivsonde AS-U3D GEO-X